
Chronik

- Josef Rettenmeier sen. (geb.1925, gest.2006)
Der Gründer...
Josef Rettenmeier sen. engagierte sich bei zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten in seiner Heimatgemeinde Wört und in Verbänden der Holzindustrie. So prägte er als stellvertretender Vorsitzender des VDS (Verband der Deutschen Säge- und Holzindustrie) in den Jahren 1989 bis 1998 die Verbandsarbeit auf den Gebieten der Rohstoff- und Holzmarktpolitik maßgeblich. Für seine beeindruckende unternehmerische Leistung erhielt Josef Rettenmeier sen. 2002 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, als dritte Auszeichnung, nach dem Verdienstkreuz am Bande und der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.Seinen Ausgleich zu diesem starken privaten und unternehmerischen Engagement fand er als passionierter Jäger.
Josef Rettenmeier sen., Gründer der Rettenmeier Holding AG, verstarb am 12. Januar 2006 im 81. Lebensjahr.
Unternehmer und Unternehmensgeschichte
1925
Josef Rettenmeier wurde 1925 in Wört/Baden-Württemberg geboren. Nach Beendigung seiner schulischen Ausbildung begann er eine Forstausbildung beim Forstamt Dinkelsbühl und war nach dem Kriegsende bei mehreren Forstdienststellen beschäftigt.
1946
1946 wechselte Josef Rettenmeier in die private Holzwirtschaft und wickelte für eine Grubenholz-Handelsfirma die Transportgeschäfte aus dem ostwürttembergischen Raum in die Zechen des Ruhrgebietes ab.
1948
1948 gründete er sein eigenes Unternehmen. Seine ersten Geschäfte bestanden aus dem Ankauf von Gruben- und Papierholz. Parallel zum Aufbau seiner Handelsfirma übernahm er zu dieser Zeit in Wört, mit zwei weiteren Inhabern, das Sägewerk zur Produktion von Bau- und Schnittholz.
1969
Ende der 60er Jahre ermöglichte der technische Fortschritt die Verlagerung der Entrindung von Rundholzstämmen aus dem Wald auf stationäre Plätze. Josef Rettenmeier entschied sich zum Bau eines zentralen Holzaufbearbeitungsplatzes und Schwachholzsägewerks in Wilburgstetten, dem heutigen Sitz der Holding.
1974
Dr. Josef Rettenmeier trat in das Unternehmen ein.
1975
Mitte der 70er Jahre wurde ein Hobelwerk gebaut, in dem aus schwachen süddeutschen Hölzern Profilhölzer produziert wurden.
1990
Anfang der 90er Jahre stellte die Firma durch die Übernahme eines Werkes in Tannhausen/Ostwürttemberg und den Bau eines Werkes in Hirschberg/Thüringen die Weichen für den erfolgreichen weiteren Ausbau des Unternehmens.
1996
Es folgte der Aufbau der Standorte Gaildorf/Baden-Württemberg und Burgbernheim/Bayern. Beginn der ersten Auslands-Engagements durch die Übernahme des Werkes in Lettland (Rettenmeier Baltic Timber).
1999
Übernahme des Werkes in Liptovský Hrádoc, der heutigen Rettenmeier Tatra Timber.
2000
2000 wurden alle Werke unter dem gemeinsamen Dach einer Holding zusammen gefasst.
Im Alter von 75 Jahren stieg Josef Rettenmeier sen. aus dem aktiven Tagesgeschäft des Unternehmens aus. Die Entwicklung seines Lebenswerkes hat er in den anschließenden Jahren weiterhin stark geprägt.
Gemeinsam mit seinen beiden Söhnen entwickelte Josef Rettenmeier das Unternehmen zu einem der erfolgreichsten in der europäischen Holzwirtschaft.
2004
Übernahme des zweiten slowakischen Werkes, Rettenmeier Polomka Timber.
2006
Betriebstandort Wilburgstetten wurde flächenmäßig fast verdreifacht, um den Herausforderungen, die der globale Wettbewerb die nächsten 10 bis 20 Jahre bescheren wird, gewachsen zu sein. Dauer der Bauzeit 5 Monate (Sept. 06 bis Jan. 07).
2007
Bau eines neuen Sägewerks, des siebten operativen Unternehmens, in Rheinland-Pfalz, Gründung der Rettenmeier Holzindustrie Ramstein GmbH & Co. KG.
2008
Im Juni feiert Rettenmeier 60 jähriges Firmenjubiläum mit über 500 geladenen Gästen, Mitarbeiter und deren Familien. Anlässlich des Jubiläums erscheint die 2. Auflage der Rettenmier-Chronik 1948 - 2008.
2009
Feierliche Erföffnung der Inbetriebnahme Rettenmeier Ramstein GmbH & Co. KG im Juli 2009.