Mobilfunkturm aus Douglasie von Holzbau Gröber
Hoch hinaus

- 1. Turmabschnitt

- Fußpunkt

- Montage Turmabschnitt 2

- montierter Turmabschnitt 2

- Der fertige Turm
Aufgabenstellung:
Der Bauherr – mannesmann vodafone – beabsichtigte im Raum Weilheim-Schongau einen neuen Richtfunkmast zu erstellen. Der Standort wurde auf einer kleinen Hügelkette südlich von Peiting festgelegt (Höhenlage 900 müNN). Die Randbedingungen waren vorgegeben: Standdauer 30 Jahre, Belegung für Richtfunkantennen mit 126 m² Antennenfläche, die groben Abmessungen des Turmes mit max. Höhe von 66 m – und das ganze aus Holz.
Konstruktion:
Der Turm besteht aus 4 „Fachwerkwänden“, die im Grundriss ein Quadrat bilden. Die unteren Grundrissmaße betragen ca. 13,00 m x 13,00 m. Diese Abmessungen verringern sich bis auf 4,50 m x 4,50 m in einer Höhe von ca. 36,00 m. Diese Verjüngung verläuft zunächst konisch, am Ende dann als Ausrundung. In den Ecken steht in Richtung der Winkelhalbierenden der Eckpfosten mit einem massigen Holzquerschnitt von anfangs 40/120 cm, der sich bis auf 40/40 cm verringert. Dieser bildet den Hauptträger des Fachwerks. Die waagerechten Riegel befinden sich im unteren Bereich im Abstand von 7,20 m, im oberen Bereich von 3,00 m. Die Strebenkreuze bestehen ebenfalls aus Holz und sind in der Mitte über einen Stahlknoten zusammengeschlossen. Die Arbeitspodeste im oberen Bereich wurden als Stahlbühnen gefertigt. Deren Randträger sind gleichzeitig Bestandteil des Fachwerkes. Zur weiteren Steifigkeit und gegen Verdrehen des Turmes, wurden im unteren Bereich räumliche Auskreuzungen aus Stahlrohren eingebaut.
Der Turm hat drei Montagestöße. Der unterste Teil wurde in zwei Teilen aufgestellt, die oberen drei Bauabschnitte wurden am Boden komplett vormontiert und mit einen Hub versetzt. Die Stöße, sowie der Fußpunktanschluss wurden aufgrund der hohen Lasten mit Dübeln des Bertsche Systems ausgeführt. Das BS-Holz wurde aus Douglasie – Lamellen der Sortierklasse MS 13 hergestellt.
Die Stahlteile und Bühnen aus S 355 wurden nach DIN 50976 feuerverzinkt, ebenso sämtliche Befestigungsmittel. Die Gründung erfolgte mit einer 1 m dicken Stahlbetonplatte mit den Abmessungen von 14,09 m x 14,90 m in ca. 2 ,00 m Tiefe.
Technische Bearbeitung:
Der Holzturm mit seinen großen Abmessungen bildet ein Novum seit längerer Zeit. Es war also nicht möglich, auf die Erfahrung vergleichbarer Bauwerke zurückzugreifen. Zu der ingenieurmäßigen Bewältigung – Erstellung der Statik und gute konstruktive Durchbildung des Holzschutzes – kam als Herausforderung der Abbund von dem sperrigen BS-Bauteilen hinzu, sowie die sehr aufwendige Montage.
Trotz mancher Unwägbarkeiten und schwierigen Rahmenbedingungen ist es gelungen, ein innovatives und ansprechendes Bauwerk zu schaffen.












