HOLZPFLEGE

Mit unseren Holzpflege-Tipps und Empfehlungen erhalten Sie alle wichtigen Informationen zu unseren Produkten in einer verständlichen Sprache - denn wir wollen, dass Sie länger etwas von ihren rettenmeier®-Produkten haben! 

HOLZPFLEGE

SO PFLEGEN SIE IHR HOLZ RICHTIG!

Um auch im Nachgang das meiste aus Ihren Holzprodukten herauszuholen, haben wir einige Pflegehinweise zum richtigen Umgang mit Ihren rettenmeier®-Produkten für Sie. Das Naturprodukt Holz besitzt spezifische Eigenschaften. Diese zu kennen hilft Ihnen, Ihr Holzprodukt dauerhaft in einem optimalen Zustand zu halten. Nehmen Sie sich die Zeit und lesen Sie unsere allgemeinen Informationen und Tipps durch – es lohnt sich!

Holzarten / -eigenschaften

FICHTE/TANNE

FICHTE/TANNE(Nadelholz) dunkelt unter Lichteinfluss zum gelblich braunen Farbton nach. Bei Verwendung im Außenbereich muss auf einen wirkungsvollen Schutz durch bauliche konstruktive Maßnahmen sowie fachgerechte Behandlung mit entsprechenden Holzschutzmitteln geachtet werden. Endbehandelte Holzprodukte werden bei der nicht-Druck-Imprägnierung durch ein ressourcenschonendes Tauchverfahren endbehandelt und damit sowohl resistenter gegen das Eindringen holzzerstörender Pilze oder Insekten, als auch langlebiger gemacht.

GATTUNG Nadelholz  
ENDBEHANDLUNG techn. getrocknet; Oberfl. unbehandelt techn. getrocknet; KDI / nicht KDI
FARBGEBUNG sehr hell sandfarbend bis weißlich und natürlich farblos Grau, Grün, Gelb, Teak, Anthrazit, Mahagoni, Sand, Mediterran
HERKUNFTSLAND Inland und EU-Ausland  
HÄRTE mittel / mäßig  
VERZUG mittel / mäßig  
WECHSELDREHWUCHS selten / gering  
QUELL- / SCHWINDVERHALTEN mittel / mäßig  
RISSIGKEIT ausgeprägt  
ASTVORKOMMEN sehr ausgeprägt  
HARZAUSTRITT selten / gering  
REAKTION MIT EISENOXID selten / gering  

KIEFER(Nadelholz) Kiefer dunkelt unter Lichteinfluss zum gelblich braunen Farbton nach. Bei Verwendung im Außenbereich muss auf einen wirkungsvollen Schutz durch bauliche konstruktive Maßnahmen sowie fachgerechte Behandlung mit entsprechenden Holzschutzmitteln geachtet werden. Endbehandelte Holzprodukte werden bei der nicht-Druck-Imprägnierung durch ein ressourcenschonendes Tauchverfahren endbehandelt und damit sowohl resistenter gegen das Eindringen holzzerstörender Pilze oder Insekten, als auch langlebiger gemacht.

THERMOKIEFER ist das haltbargemachte Holz  ohne chemische Zusätze für den Außenbereich. Durch hohe Temperaturen (ca. 210°C) und Wasserdampf wird Holz in einem mehrtägigen Prozess physikalisch umgewandelt. Der chemische Aufbau ändert sich, die Dichte, Festigkeit und das Elastizitätsmodul werden herabgesetzt, Harze und andere Inhaltsstoffe entfernt.

 

GATTUNG Nadelholz  
ENDBEHANDLUNG techn. getrocknet, Oberfl. unbehandelt, z.T. therm. Endbehandlung techn. getrocknet, KDI / nicht KDI
FARBGEBUNG hell sandfarbend, rötlich, bis natürlich farblos Grau, Grün, Gelb, Teak, Anthrazit, Mahagoni, Sand, Mediterran
HERKUNFTSLAND Inland und EU-Ausland  
HÄRTE mittel / mäßig  
VERZUG mittel / mäßig  
WECHSELDREHWUCHS selten / gering  
QUELL- / SCHWINDVERHALTEN mittel / mäßig  
RISSIGKEIT ausgeprägt  
ASTVORKOMMEN sehr ausgeprägt  
HARZAUSTRITT sehr ausgeprägt  
REAKTION MIT EISENOXID selten / gering  

BUCHE(Laubholz) hat eine sehr gute Festigkeitseigenschaft, eine hohe Härte und ist dabei zäh und wenig elastisch; hohe Abriebsfestigkeit; trotz hoher Rohdichte leicht und sauber mit handwerklichen und maschinellen Werkzeugen bearbeitbar; Haupteinsatzbereiche sind u. a. die Möbelfabrikation, aufgrund der großen Härte im Treppenbau, Spielzeugbau oder Einsatz als Sperrholz; gut zu polieren, beizen bzw. mit anderen Farbtönen einfärbbar. Im Außenbereich ist Buche aufgrund des mäßigem Stehvermögens bzw. geringer natürlichen Dauerhaftigkeit nur bedingt einsetzbar.

 

GATTUNG Laubholz
ENDBEHANDLUNG techn. getrocknet, Oberfl. unbehandelt
FARBGEBUNG warmer natürlicher, matter Holzton, mit gelegentlichem ­rötlichen Schimmer
HERKUNFTSLAND EU- und nicht-EU-Ausland
HÄRTE hart
VERZUG selten / gering
WECHSELDREHWUCHS selten / gering
QUELL- / SCHWINDVERHALTEN mittel / mäßig
RISSIGKEIT mittel / mäßig
ASTVORKOMMEN selten / gering
HARZAUSTRITT selten / gering
REAKTION MIT EISENOXID selten / gering

EICHE (Laubholz) hat hervorragende Eigenschaften für Türen, Fenster- und Treppenbau. Aufgrund ihrer ausgezeichneten hohen Festigkeitseigenschaft, hohe Elastizität und hoher Rohdichte kann sie leicht und sauber mit allen Hand-und Maschinenwerkzeugen bearbeitet werden. Das Eichenholz ist sehr gut beiz-sowie mattierbar und als Bau- und Konstruktionsholz für höchste Anforderungen bzgl. Schönheit, Festigkeit, Härte und Dauerhaftigkeit perfekt geeignet. 

 

GATTUNG Laubholz
ENDBEHANDLUNG techn. getrocknet, Oberfl. unbehandelt
FARBGEBUNG angenehmer, sand- bis beigefarbener Holzton
HERKUNFTSLAND EU- und nicht-EU-Ausland
HÄRTE hart
VERZUG selten / gering
WECHSELDREHWUCHS selten / gering
QUELL- / SCHWINDVERHALTEN mittel / mäßig
RISSIGKEIT mittel / mäßig
ASTVORKOMMEN selten / gering
HARZAUSTRITT selten / gering
REAKTION MIT EISENOXID ausgeprägt

AKAZIE / ROBINIE (Laubholz) haben eine hohe Rohdichte sowie ein sehr gutes Stehvermögen und dadurch eine ausgezeichnete hohe Festigkeitseigenschaft. Trotz hoher Elastizität sprechen leichte und saubere Verarbeitbarkeit für diese Holzart. Oberfläche ist geölt und hat einen dekorativen und edlen Look.

 

GATTUNG Laubholz
ENDBEHANDLUNG techn. getrocknet, Oberfl. geölt / unbehandelt
FARBGEBUNG abwechselnde Wuchsstruktur, mit einem dunklbraunen Öl endbehandelt / unbehandelt gelblich weiß
HERKUNFTSLAND Südosteuropa, Asien
HÄRTE hart
VERZUG mittel / mäßig
WECHSELDREHWUCHS selten / gering
QUELL- / SCHWINDVERHALTEN mittel / mäßig
RISSIGKEIT mittel / mäßig
ASTVORKOMMEN selten / gering
HARZAUSTRITT selten / gering
REAKTION MIT EISENOXID selten / gering

DOUGLASIE (Nadelholz) dunkelt unter Lichteinwirkung bzw. Bewitterung bis hin zu einer silbergrauen Patina nach. Die farbliche Veränderung kann durch Verwendung eines Holzöls oder Lasur gehemmt werden. Farbunterschiede der Terrassenhölzer können mit eingefärbten Holzölen angeglichen werden. Einfach zu bearbeiten.

 

GATTUNG Nadelholz
ENDBEHANDLUNG techn. getrocknet, Oberfl. unbehandelt
FARBGEBUNG warmer, weißlichrosa bis rötlich honigfarbener Farbton
HERKUNFTSLAND überwiegend Inland und Benelux
HÄRTE mittel / mäßig
VERZUG mittel / mäßig
WECHSELDREHWUCHS selten / gering
QUELL- / SCHWINDVERHALTEN mittel / mäßig
RISSIGKEIT mittel / mäßig
ASTVORKOMMEN sehr ausgeprägt
HARZAUSTRITT mittel / mäßig
REAKTION MIT EISENOXID ausgeprägt

LÄRCHE (Nadelholz) dunkelt unter Lichteinwirkung bzw. Bewitterung bis hin zu einer silbergrauen Patina nach. Die farbliche Veränderung kann durch Verwendung eines Holzöls oder Lasur gehemmt werden. Farbunterschiede der Terrassenhölzer können mit eingefärbten Holzölen angeglichen werden. Einfach zu bearbeiten.

 

GATTUNG Nadelholz
ENDBEHANDLUNG techn. getrocknet, Oberfl. Unbehandelttechn. getrocknet, Oberfl. unbehandelt
FARBGEBUNG warmer, weißlichrosa bis rötlich honigfarbener Farbton
HERKUNFTSLAND überwiegend Inland und Benelux
HÄRTE mittel / mäßig
VERZUG mittel / mäßig
WECHSELDREHWUCHS selten / gering
QUELL- / SCHWINDVERHALTEN mittel / mäßig
RISSIGKEIT mittel / mäßig
ASTVORKOMMEN sehr ausgeprägt
HARZAUSTRITT sehr ausgeprägt
REAKTION MIT EISENOXID ausgeprägt

ARTWOOD® WPC/GCC (Verbundwerkstoff) Produkte sind splitter- sowie astfrei, haben eine durchgefärbte Oberfläche, 100% recyclebar, gesundheitlich unbedenklich – Werkstoff ist für die Herstellung von Kinderspielzeug geeignet. Einfache Verlegung ohne sichtbare Verschraubung mit Clip­system, Reinigung mit Wasser bzw. Hochdruckreiniger (Waschdüse). Verbundswerkstoff bestehend aus ca. 75% Nadelholz bzw. 45-65% Naturfaser und 10-30% gebrauchte Materialressourcen und ca. 25% frischen Polymeeren und Additiven. Farbentwicklung: Bei Artwood® handelt es sich um ein natürliches Produkt, welches durch Bewitterung einer Farbreifung ­unterliegt.

 

GATTUNG Verbundwerkstoff
ENDBEHANDLUNG Oberflächen gebürstet und z.T. poliert
FARBGEBUNG in bräunlich bis terra­cottafarbener und grau bis anthrazitfarbener Ausfertigung
HERKUNFTSLAND Inland
HÄRTE sehr hart
VERZUG selten / gering
WECHSELDREHWUCHS nicht vorkommend
QUELL- / SCHWINDVERHALTEN sehr ausgeprägt
RISSIGKEIT nicht vorkommend
ASTVORKOMMEN nicht vorkommend
HARZAUSTRITT nicht vorkommend
REAKTION MIT EISENOXID selten / gering

SCHÖNHEITSFEHLER

Holz ist ein Werkstoff, wie die Natur ihn wachsen lässt – er weist abhängig von Art und Standort des Baums, sowie vom Klima, Boden, Wasser- und Lichtversorgung unterschiedliche Eigenschaften und Qualitäten auf. 

Unsere Vollholzprodukte unterliegen strengen Qualitätskriterien (gemäß Tegernseer Gebräuchen). Je nach Holzart zeichnen sich einzelne Holzprofile durch ein natürliches Farbspiel aus. Dieses unterschiedliche Farbspiel verleiht dem Produkt ein lebendiges Aussehen und unterstreicht den natürlichen, individuellen Charakter des Holzes und ist kein Sortierkriterium.

Natürliche Witterungseinflüsse wie Sonne, Feuchtigkeit und UV-Strahlung wirken sich je nach Holzart unterschiedlich auf das Holz aus. So können sich Risse bilden, die aber keinen Einfluss auf die Haltbarkeit haben. Rissbildung ist eine natürliche Holzeigenschaft und kein Anlass für eine Beanstandung.

Je nach Holzart, Herkunft und wachstumsbedigten Einflüssen kann die Anzahl und Größe der Äste variieren. Sie sind kein Mangel, ihre Anzahl und Größe ist nicht beschränkt. Vereinzelt aussgeschlagene Kantenäste und Ausrisse im Astbereich lassen sich nicht immer vermeiden und haben keinen Einfluss auf die Haltbarkeit des Holzes. Gleiches gilt für farblich behandelte Hölzer. Holz ist ein natürlicher Werkstoff der „arbeitet“. 

Daher kann es unter dem Einfluss der Umgebungsluftfeuchtigkeit zu Maßveränderung der Holzprofile in Stärke und Breite kommen (bis zu 10%). Dieses Verhalten nennt man Quellen und Schwinden und sollte bei der Planung berücksichtigt werden. Die angegebenen Profil- und Brettmaße sind Berechnungsmaße, die im Terrassenbereich in der Länge bis zu 5 cm und in der Breite bis zu 1 cm vom tatsächlichen Maß abweichen können.

Bei natürlich gewachsenen Werkstoffen kann es zu mäßigem und vereinzelt auch zu starkem Verzug kommen. Der richtige Abstand der Unterkonstruktion kann dem Verzug entgegenwirken. Bereits verzogene Terrassendielen können beim Zuschneiden „gesund gekappt“ werden. Durch bauseitigen Zuschnitt kann der Verzug vermindert werden. Nicht jedes Brett kann in der ganzen Länge verzugsfrei sein.

NUTZUNGSDAUER AUSGEWÄHLTER HOLZARTEN UND HOLZMODIFIKATIONEN

Die Angaben über die Lebenserwartungen unter gemäßigten Klimabedingungen sind nur eine Orientierung über die Verhältnisse der Lebensdauer der Klassen zueinander. Es sind keine exakten Angaben über die konkrete Lebensdauer möglich, da sie sehr stark von den individuellen Umgebungsbedingungen und konstruktiven Maßnahmen abhängig sind, deshalb unterliegen sie auch keiner Gewährleistung.

Klassifikation der Dauerhaftigkeit des Kernholzes / Holzmodifikationen gegen holzzerstörende Pilze für Holzbauteile im Erdkontakt (Klassen in Anlehnung an DIN 350-2)
* Nicht in der Norm aufgeführt, aber praxisnahe Einstufung von Fachinstituten.
DAUERHAFTIGKEITSKLASSE DAUERHAFTIGKEIT HOLZ/HOLZMODIFIKATION
1 > 25 Jahre  
2 15 - 25 Jahre Thermoholz Kiefer, Nadelholz KDI
3 10 - 15 Jahre Douglasie, Lärche, sibirische Lärche, Nadelholz qualitätsimprägniert*
4 5 - 10 Jahre Fichte
5 < 5 Jahre Kiefer

GEBRAUCHSBEDINGUNGEN VON HOLZPRODUKTEN

Die Lebensdauer von Holzbauteilen im Außenbereich kann durch die Anwendung des konstruktiven Holzschutzes erheblich verlängert werden. Ohne ihn kann die Gebrauchsdauer durch lokale Gegebenheiten (hohe Umgebungsfeuchte, ständiger oder teilweiser Wasserkontakt, keine Hinterlüftung usw.) stark beeinflusst werden. Dagegen kann eine günstige Einbausituation, z.B. kein Erdkontakt, Abdeckung u.a., ebenfalls die Lebensdauer deutlich verlängern. Terrassenbeläge aus Holz sind in der Regel – insbesondere aus Nadelhölzern – keine Barfußdielen. Die Oberflächenbeschaffenheit im späteren Gebrauch hängt wesentlich von den holz- und holzartspezifischen Faktoren ab.

Die Übersicht zeigt die Gebrauchsklassen für Holz und Holzprodukte gemäß DIN EN 335-1

DAUERHAFTIGKEITSKLASSE GEBRAUCHSBEDINGUNGEN   NOTWENDIGE DAUERHAFTIGKEITSKLASSE
1 Ohne direkten Erdkontakt, Holzbauteil überdacht, vollständig vor Witterung geschützt keine Befeuchtung (Möbel, Innenbauteile) 5 - 1
2 Ohne direkten Erdkontakt, Holzbauteil überdacht, vor Witterung geschützt hoher Umgebungsfeuchte ausgesetzt; gelegentliche, nicht permanente Befeuchtung (Innenbauteile im Nassbereich, Außenbauteile ohne unmittelbare Bewitterung) 3 - 1
3 Holzbauteil der Witterung ausgesetzt, kein Erdkontakt häufige Befeuchtung (Außenbauteile mit Bewitterung, ohne Erdkontakt, Innenbauteile im Nassbereich) 2 - 1, 3 evtl. imprägniert
4 Ständiger Kontakt mit Süßwasser bzw. Erde Ständige Befeuchtung (Holzbauteile teilweise oder vollständig in der Erde bzw. im Wasser) 1, 2, 3 imprägniert
5 Ständiger Kontakt mit Meerwasser Ständige Befeuchtung 1, 2

HOLZ IM AUSSENBEREICH

Kreative Gartenarchitektur und funktionelle, formschöne Holzbauten lassen sich nahezu grenzenlos realisieren. Witterungseinflüsse und der tägliche Gebrauch hinterlassen jedoch Spuren auf einer Holzterrasse. Regen, Wind, Sonne, Schnee und Eis strapazieren das Material. Holz kann bei Beachtung einiger Grund­regeln eine lange Nutzung haben. Dazu gehört die Verwendung von dauerhaften Holzarten wie Douglasie und Lärche. Sie lagern im Kernholz Inhaltsstoffe ein, die auf Schadorganismen toxisch – und somit als natürlicher Holzschutz – wirken.

Sonne, Wind und Regen beeinflussen im Freien verwendetes Holz und es kommt zu unterschiedlichen Effekten. 

WITTERUNGSEINFLÜSSE: 

  • Abbau von Lignin 
  • Auswaschen von Holzinhaltsstoffen
  • Vergrauen der Oberfläche
  • Austritt von Harz
  • Quell- und Schwindbewegungen
  • Formveränderungen/Rissbildung
  • Beschichtungen reißen
  • Eisenoxidreaktion

Diese natürlichen Reaktionen des Holzes sind zulässig und stellen keinen Reklamationsgrund dar

HOLZSCHUTZ VERLÄNGERT DIE NUTZUNGSDAUER

Durch eine Oberflächenbehandlung mit entsprechenden Anstrichen kann ein relativer Schutz vor Feuchte und UV-Strahlung erreicht werden. Um die Optik und Wirkung dauerhaft zu erhalten, muss bei Anwendung im Freien regelmäßig – mindestens zweimal im Jahr – nachgestrichen werden. Holz, das im Innenbereich verwendet wird und keiner Witterung ausgesetzt ist, vergilbt nach einiger Zeit auf natürliche Weise.

Neben der Holzauswahl und natürlicher Dauerhaftigkeit des Holzes sind baulichkonstruktive Maßnahmen für die Lebensdauer von großer Bedeutung. Ist Holz über einen längeren Zeitraum erhöhter Feuchtigkeit ausgesetzt, kommt es zu Schädigungen durch Pilzbefall. Eine fachgerechte Planung und die Berücksichtigung des konstruktiven Holzschutzes bei der Ausführung kann das verhindern. 

Bei stehenden, tragenden Holzbauteilen sollte grundsätzlich im Außenbereich ein direkter Erdkontakt vermieden werden. Zum Schutz vor Spritzwasser empfiehlt es sich einen Mindestabstand (Aufständerung) von ca. 15 cm einzuhalten. 

Für liegende Holzkonstruktionen gilt es auch den direkten Erdkontakt zu vermeiden und immer ausreichenden Abstand zum Untergrund zu haben. Damit kein Wasser stehen bleiben kann, müssen waagerechte Flächen ein Gefälle aufweisen. 

Eine weitere wirkungsvolle Methode um die Nutzungsdauer von Holz zu verlängern, ist die Imprägnierung. Eine Tauchimprägnierung erfolgt in den Farben Grün oder Gelb. Das Verfahren besteht aus dem Eintauchen des gesamten Holzes in ein Holzschutzmittelbad über einen Zeitraum von einigen Minuten bis mehreren Stunden. Häufigstes Anwendungsgebiet liegt in der Behandlung von Holzbauteilen wie Schalung, Listenbauholz, Fenstern und Türen. Die Farbzusätze dienen lediglich Kontrollzwecken und sind nicht wetterbeständig. Die Wetterbeständigkeit der Imprägnierung selbst ergibt sich durch die Fixierung der Salzlösung auf dem Holz. Daher sind frisch imprägnierte Hölzer einige Tage vor Regen zu schützen. Bei dem Holzschutzmittel selbst handelt es sich in der Regel um ein wasserlösliches farbloses  bzw. angefärbtes Salzkonzentrat. Es enthält biozide Wirkstoffe. Eine Tauchimprägnierung ist nur möglich bei einer Holzfeuchte von weniger als 50%. Sie ist vorbeugend für Holz unter Dach und im Freien ohne Erdkontakt und ist wirksam gegen holzzerstörende Pilze und Insekten. Bei sachgerechter Lagerung des Holzes vorbeugend wirksam gegen Bläue und Schimmel. Die tauchimprägnierte Ware kann nach dem Eintrocknen mit jeder Farbe überstrichen werden.

MASSNAHMEN ZUR VERLÄNGERUNG DER DAUERHAFTIGKEIT UND LEBENSDAUER VON HOLZKONSTRUKTIONEN

  • Holzbauteile so konstruieren, dass Wasser ablaufen kann (Verwendung von Auflagepads)
  • Terrassendecks immer mit mind. 2% Gefälle in Längsrichtung der Profilierung bauen 
  • Auflagefläche zwischen Unterkon­struk­tion und Diele klein halten oder Abstands­halter verwenden
  • Staunässe vermeiden
  • ausreichende Hinterlüftung gewährleisten
  • Bodenkontakt vermeiden
  • Fugenabstände von 5-8 mm zwischen den Dielen und den Stirnseiten einhalten
  • schmal dimensionierte Dielen neigen weniger zum Reißen und Schüsseln
  • rostfreie Edelstahlschrauben verwenden 
  • keine Metallarbeiten, wie Flexen, Schleifen usw. auf Holzterrassen ausführen (Eisenoxidreaktion)
  • Holzbauteile regelmäßig ­reinigen und pflegen

 

BEFESTIGUNG, VERGRAUEN, OBERFLÄCHENBEHANDLUNG, VERGILBEN

Für die Befestigung von Holzbauteilen sind am besten rostfreie Edelstahlschrauben geeignet. Bei verzinkten Schrauben kann die Zinkschicht verletzt werden, es kann zur Korrosion und somit zu einer Verfärbung des Holzes kommen. Auch reagieren gerbstoffreiche Hölzer, wie z.B. Douglasie auf Kontakt mit Eisen und färben sich dunkel. 

Im Freien verwendetes Holz ist dauernd der Witterung ausgesetzt. UV-Strahlung und Regen wirken auf die Oberfläche ein. Die Holzbestandteile werden dadurch chemisch verändert und ausgewaschen. Das Holz vergraut im Freien so auf natürliche Weise. 

Durch eine Oberflächenbehandlung mit entsprechenden Anstrichen kann ein relativer Schutz vor Feuchte und UV-Strahlung erreicht werden. Um die Optik und Wirkung dauerhaft zu erhalten, muss bei Anwendung im Freien regelmäßig – mindestens zweimal im Jahr – nachgestrichen werden. 

Holz, das im Innenbereich verwendet wird und keiner Witterung ausgesetzt ist, vergilbt nach einiger Zeit auf natürliche Weise.

ARTWOOD®

Entdecken Sie unsere innovativen ARTWOOD®-WPC-Dielen aus dem einzigartigen Holzwerkstoff GCC für besonders langlebige und witterungsbeständige Terrassendecks.

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DIE VORTEILE
  • Hohe Resistenz – beständiger als die meisten Hölzer gegen Insekten und Pilze
  • Unbedenklich – frei von gesundheitsschädigenden Inhaltstoffen
  • Sehr harte Oberfläche, kratzunempfindlich aufgrund des hohen Holzanteils
  • Keine gefährlichen Splitter – ideal für Barfußläufer
  • Vergraut nicht wie Holz – kein Ölen der Oberfläche notwendig
  • Durchgefärbtes Material – kein Farbabriss z.B. bei Kratzern oder sonstigen Beschädigungen
  • Rutschhemmende Oberfläche – auch bei Nässe (GCC HOLZart WPC Terrassendiele: R10, GCC HARZart WPC Terrassendiele: R11)
  • Einfache Bearbeitung – wie normales Holz
  • Homogenes Terrassendeck – unsichtbare Verschraubung mit Klammersystem
  • Ökologisch – 100% recycelbar

Bei unseren Artwood® Produkten handelt es sich um einen innovativen Verbundwerkstoff, welcher aus natürlichen Holzfasern besteht und durch die Bewitterung der rutschhemmenden Oberfläche einer Farbreife unterliegt. Diese Farbreife läuft unter gleichmäßiger Bewitterung einer Fläche oder Produktes immer nach dem entsprechenden Entwicklungsprozess ab:

  • Die Artwood® Produkte haben zu Beginn einen hellglänzenden Farbton.
  • Der verarbeitete Holzspan wird in den ersten Wochen über einen leichten gelblichen Schimmer zu einem satten, edlen Farbton nachdunkeln.
  • Die Dauer der Farbreife ist abhängig von der UV-Einstrahlung und der Bewitterung.

Bitte achten Sie darauf, gebürstete Terrassendielen in Bürstrichtung (Verlegepfeil) zu verlegen, da es ansonsten aufgrund der Faserausrichtung zu einer unterschiedlichen Oberflächenwirkung (Rasenmähereffekt) kommen kann.

Farbentwicklung

BILD 1: nach Montage, BILD 2: nach 1 - 2 Monaten, BILD 3: nach 3 - 4 Monaten

Beispielhafte Abbildungen der natürlichen Farbreifung nach der Verlegung. 

REINIGUNGSHINWEISE ZU ARTWOOD® TERRASSENDIELEN

Eine regelmäßige Reinigung des Artwood® Terrassendecks minimiert dauerhafte Ablagerungen wie Pollen, Stäube oder organische Substanzen.

Wir empfehlen daher, die Terrasse mindestens 2x im Jahr und bei Bedarf auch häufiger wie folgt gründlich zu reinigen:

  1. Trockenen, losen Schmutz vom Terrassendeck kehren.
  2. Gesamtes Terrassendeck ausreichend mit Leitungswasser wässern und mindestens 15 min. feucht halten.
  3. Das Terrassendeck mit einer Bürste oder einem Schrubber reinigen. Bei hohem Reinigungsbedarf zusätzlich mit einem Flächenreiniger mit rotierender Bürste reinigen.
  4. Gründlich mit klarem Leitungswasser abspülen.

Bitte beachten Sie, dass die Außentemperatur bei einer Reinigung mindestens 15 °C betragen sollte!

Unsere Artwood® Terrassendecks haben eine offenporige Oberfläche, um die Rutschsicherheit zu gewähren. Je rauer und je heller die Oberfläche ist, desto empfindlicher ist diese gegenüber dem normalen Umweltschmutz. Mit regelmäßiger Reinigung können Sie die Schönheit Ihres Terrassendecks erhalten. Kehren Sie regelmäßig das Terrassendeck mit einem harten Besen ab und reinigen Sie mindestens 2x im Jahr die komplette Terrasse mit einem WPC-Reiniger.

 

PFLEGE

Artwood® Terrassendecks benötigen im Freien, nicht überdachten Bereich, neben der normalen Reinigung, keine zusätzliche Pflege. Hier reichen in der Regel das vorgeschriebene Gefälle (2 %), UV-Strahlung und Regen aus, um Flecken auf dem Terrassendeck zu entfernen. Bei überdachten Terrassen sowie bei Terrassen ohne ausreichendes Gefälle wirkt dieser Effekt nicht, wodurch hier ein erhöhter Reinigungsbedarf besteht. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen, die Terrassendielen mit einem WPC-Öl zu behandeln, um diese besser gegen die Fleckenbildung zu schützen.

Reiningungshinweise

BILD 1: Beginn gewaschen, BILD 2: nach 7 Tagen, BILD 3: nach 14 Tagen

Beispielhafte Abbildungen der Farbveränderung nach der Reinigung. 

WPC / GCC Hohlkammerdielen müssen zwingend mit mindestens 2% Gefälle verlegt werden, damit es nicht zu dauerhaften Folgeschäden (Aufschüsseln, Dimensionsänderung oder Frostsprengungen) kommt.

  WPC / GCC HOHLKAMMERDIELE
RECHTECKIGE TERRASSE (MIND. 2 % GEFÄLLE) Verlegung möglich
FREISTEHENDE RECHTECKIGE TERRASSE (OHNE GEFÄLLE) Verlegung nicht möglich
POOLUMRANDUNG OHNE GEFÄLLE Verlegung nicht möglich
WEGGESTALTUNG (OHNE GEFÄLLE) Verlegung nicht möglich
U-FÖRMIGE TERRASSE Verlegung nicht möglich
L-FÖRMIGE TERRASSE Verlegung nicht möglich

Artwood® Produkte bestehen bis zu 75% aus Nadelholz bzw. 45-65 % Naturfasern und 10-30% gebrauchten Materialressourcen und ca. 25 % frischen Polymeren und Additiven. Rohstoffbedingt kann es zu geringen Einschlüssen anderer Naturfasern, wie z. B. Bast (Übergangschicht Rinde zum Holz) kommen. Durch Benutzung der Terrasse (Abrieb) werden sie im Laufe der Zeit weitestgehend verschwinden.

Diese kommen, aufgrund der ständigen Bewitterung, auf einem mit Gefälle verlegten nicht überdachtem Terrassendeck kaum vor. Sie bilden sich eher im Übergangsbereich von der Freifläche zur geschützten Überdachung oder da, wo Tropfkanten sind. Dort lassen sich Wasserflecken nicht ganz vermeiden und können in der Regel mit Wasser und herkömmlichen Reinigungsgerät entfernt werden. Im Laufe der Zeit verliert sich die saugende Eigenschaft der Artwood® Terrassendielen und die Fleckempfindlichkeit nimmt deutlich ab.

PFLEGETIPP: TISCHPLATTE WILDEICHE UND ESCHE NATUR

Zur Behandlung unserer rettenmeier® Tischplatten Wildeiche und Esche Natur mit Baumkante, empfehlen wir Ihnen bei Bedarf eine Behandlung mit dem OSMO TopOil Nr. 3028 (Farblos seidenmatt). Die Öle dringen in das Holz ein und schützen es von innen, während die Wachse eine elastische offenporige und atmungsaktive Oberfläche bilden.

OSMO TopOil

BENEFITS: 

  • sehr strapazierfähig und belastbar
  • lebensmittelecht
  • im getrockneten Zustand speichel- und schweißecht, sowie für Kinderspielzeug geeignet
  • holzgerecht und atmungsaktiv
  • wiederstandfähig gegen Wein, Bier, Cola
  • wasser- und schmutzabweisende Oberfläche
  • dient dem Schutz von Schnittkanten

 

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